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Eine Sommergeschichte aus dem Jahr von Fukushima
«77 Tage sind nicht genug»

«Wenn man jede Form von Protest zuerst bewilligen lassen würde, dann hätte wahrscheinlich Wilhelm Tell nie auf Gessler geschossen.»
(Tom Locher)

Das illegale AKW-Ade-Camp auf Berns Viktoriaplatz, der grösste Schulstreik seit Jahren, kleine Mahnwachen und ein grosser Menschenstrom, Schweigeminuten und lautstark skandierte Slogans: Die Katastrophe im japanischen Reaktorkomplex Fukushima führt im Frühjahr 2011 zu einer Wiederbelebung der Anti-AKW-Bewegung. Auffällig an den Protesten ist die rege Beteiligung von Jugendlichen, die zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Strasse gehen.

«Ich bin politisch eigentlich nicht aktiv. Das ist die erste grosse Aktion, bei der ich mitmache.»
(Stephanie Schärer)

Zusammen mit der Schülerin Stephanie und dem Studenten Tom gehört auch der 61-jährige Elektriker Ruedi Jungen aus Frutigen zu den ersten Bewohnern des AKW-Ade-Camps. Pedro Lenz, Steff la Cheffe, Sarbach und andere Künstlerinnen und Künstler unterstützen das Zeltdorf vor dem Hauptsitz der BKW mit Lesungen und Konzerten. In den 77 Tagen, während denen das Camp von der Stadt toleriert wird, beschliessen Bundes- und Nationalrat den langfristigen Ausstieg aus der Atomenergie. Eine Woche nach der Auflösung des Camps am 21. Juni wird das KKW Mühleberg vom Netz genommen. Der Kampf um die umstrittene Anlage ist damit aber noch nicht beendet.

«Es wurde gesagt, die Energieversorgung des Camps basiere nur auf einer Leitung zu einem Restaurant. Das ist natürlich ein Witz.»
(Ruedi Jungen)

«Man kann nicht einfach sagen, 40 Prozent Strom lassen sich locker einsparen, das ist in einer westlichen Industriegesellschaft nicht möglich.»
(Christian Wasserfallen)

«Das Problem ist nicht gelöst, wenn ein paar Lehrer und Schüler bei schönem Wetter demonstrieren und verlangen, Mühleberg solle sofort abgestellt werden.»
(Thomas Fuchs)

 

 

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11. und 12. März 2012
Rote Fabrik Zürich
im Foyer der Aktionshalle

im Rahmen des "Halbwertszeit",
ein theamatisches Filmwochenende über die Atomkraft